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AG Wohnraumpolitik

der VWE mischt sich ein

In der Selbstdarstellung des VWE Nds. heißt es

"Der Verband Wohneigentum (kurz VWE) ist die größte unabhängige Interessenvertretung in Deutschland - für Wohneigentümer und alle, die es werden wollen. Er setzt sich unabhängig und konsequent für Ihre Rechte ein."  

In einer Stadt wie Oldenburg bedeutet das sich auch aktiv am Stadtentwicklungsprozess zu beteiligen. 

In ihrem Umfeld machen das die Siedlergemeinschaften schon seit langer Zeit.

Auf Ebene der Stadt muß das die Kreisgruppe übernehmen. Dazu haben wir die AG Wohnraumpolitik gegründet.

 

Nachrichten

Mit guter Nachbarschaft besser leben!

03.12.2014 
Wohnen. Anforderungen und Perspektiven für heute und morgen. Laut Zensus 2011 liegt die durchschnittliche Wohneigentumsquote in Niedersachsen bei 55%. Der Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V. vertritt die Interessen von Wohneigentümern in ganz Niedersachsen. Als gemeinnützige Verbraucherorganisation hat sie das Ziel, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass ihre Mitglieder ihr selbst genutztes Wohneigentum sorgenfrei genießen können. Bedingt durch die gesellschaftlichen Umbrüche wird es dabei zukünftig generell um die Themen demografischer Wandel, Klimaschutz und regenerative Energie gehen.

Wohnen


Eine eigene Wohnung spielt im Leben eines Menschen immer eine zentrale Rolle. Weiterhin sind die eigenen vier Wände die einzige Zukunftsversorgung von der man schon in jungen Jahren profitiert. Die derzeitigen Mieten in Ballungszentren sind kaum noch bezahlbar, junge Familien können, zumindest dort, eigenen Wohnraum nicht mehr bezahlen. Um aber, im Zeichen des demografischen Wandels, für das Alter vorzusorgen, müssen gerade junge Familien eigenes Wohneigentum schaffen damit sie bei unsicheren und sinkenden Renten mietfrei wohnen können. Deshalb ist es für den Verband Wohneigentum Niedersachsen unabdingbar, dass der Staat wieder vermehrt den Neubau von selbst genutztem Wohneigentum fördert, kostengünstige Baugrundstücke zur Verfügung stellt und das Erbbaurecht so regelt, dass auch bei Zinssteigerungen das erbbaurechtliche Eigenheim bezahlbar bleibt.


Energie                                                                                                                Der derzeitige Gebäudebestand hat, bezogen auf die CO2 Einsparung, einen erheblichen Sanierungsstau. Eine reine energetische Gesamtsanierung ist unwirtschaftlich, da sie sich nur langfristig amortisiert. Also gehen Wohneigentümer Schritt für Schritt vor, soweit sie sich das finanziell leisten können. Hier wird das Ziel, CO2 großflächig einzusparen, zeitlich gestuft erreicht werden. Der Verband Wohneigentum unterstützt dabei seine Mitglieder mit Kompetenz und Erfahrung. Doch Grenzen werden auch so erreicht.
Der nächste notwendige Schritt für eine CO2 Neutralität bis 2050 ist die intelligente Vernetzung von Gebäuden und Wohnquartieren, die eine sinnvolle Eigennutzung der gemeinsam erzeugten Energie zulässt. Dies ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein- und Zweifamilienhäuser sind hervorragend dafür geeignet regenerative Energie im Verbund zu erzeugen und diese auch selbst zu  nutzen. Hier sind wir mit Verwaltungen, Energieversorgern und Investoren im Gespräch, damit seine Mitglieder mit Zuschüssen und Fördermaßnahmen unterstützt werden.
Von kommunaler Seite wünschen wir uns, dass zukünftig zumindest in zu neue Bebauungspläne eine Vernetzung der einzelnen Gebäude vorgesehen wird, so dass eine Solar- oder Photovoltaiknutzung profitabler möglich ist und ein Teil der Anforderungslast von den Bauwilligen genommen wird .



Demografie


Der demografische Wandel geht einher mit neuen Anforderungen an Politik und Gesellschaft. Es werden andere Wohnformen und Wohnungsausstattungen benötigt um so den Wunsch der meisten Menschen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen, erfüllen zu können. Längere Lebenszeit, unterstützt durch intelligente Technik werden die Lebensformen der Zukunft sein. Deshalb muss der zukünftige Wohnraum, im Sinne des demografischen Wandels, an die gesellschaftliche Entwicklung angepasst werden, und auch dazu ist eine staatliche Unterstützung unabdingbar.


Infrastruktur


Eine Leistungsstarke Infrastruktur ist für den Staat und seine wirtschaftliche Entwicklung unbedingt erforderlich. Dies gilt für die technische als auch für die soziale Infrastruktur. Die Instandhaltung der Infrastruktur (z. B. Straßen und Erstellung von Breitbandverbindungen) kann nicht über die zu leistenden Steuern und Abgaben hinaus, dem Bürger abverlangt werden. Bund, Länder und Kommunen müssen ihrer gesetzlichen Pflicht zur laufenden Unterhaltung der Straßen regelmäßig nachkommen. Die soziale Infrastruktur, wie Gesundheits- und Pflegestruktur, die zuverlässige Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsplätzen, Schulen und Hochschulen müssen auch für den ländlich geprägten Bereich zur Verfügung stehen oder erreichbar sein.


Aus den vorgenannten Gründen nimmt der Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V. und die Kreisgruppe Oldenburg-Ammerland mit ihren 19 angeschlossenen Siedlergemeinschaften politischen Einfluss und fordert im Namen seiner Mitglieder:


 Förderung von selbst genutztem Wohneigentum sowie die Änderung des Gesetzes über das Erbbaurecht im Sinne einer sozialen Wohnraumförderung.


  1. Schaffung von bezahlbarem Wohneigentum auch in den Metropolen.
  2. Festsetzung der zukünftigen Bebauungspläne im Sinne der erneuerbaren Energie und abgabefreie regenerative Energieerzeugung und Eigennutzung.
  3. Förderung von selbst erzeugter und selbst genutzter regenerativer Energie.
  4. Ausbau der digitalen Infrastruktur.
  5. Erhalt und Ausbau des Straßennetzes durch den Staat (Abschaffung der Anliegerbeiträge).
  6. Erhalt und Ausbau der sozialen Infrastruktur in ländlichen Bereichen.
  7. Staatliche Förderung für Maßnahmen, die den zukünftigen Wohnraum im Sinne des demografischen Wandels gestalten.

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